Prävention

Achtung Praxisurlaub 20.08. – 17.09.2018!
 Vertretung vom 20.8. – 31.8.2018 Dr. Werner Stadtherr, Leopoldstr. 102,
80802 München, Tel. 34 76 48.
Vertretung vom 3.9. – 17.9.2018 Dr. Angela Schindelhauer, Rheinstr. 31,
80803 München, Tel. 332 338

Prävention

Prävention ist ein zentrales Anliegen der Praxis.  Was bedeutet eigentlich Prävention? Das Wort  „Prävention“ leitet sich von dem lateinischen Verb „praevenire“,  zu deutsch „zuvorkommen“ ab, d.h. im übertragenen Sinne den Krankheiten zuvorkommen bevor sie sich entwickeln oder bevor sie ausbrechen. Leider wird im derzeitigen deutschen Gesundheitssystem weniger als 1%(!) der Ausgaben für Prävention verwendet.

Warum ist Prävention so wichtig? Die meisten chronischen Erkrankungen entwickeln sich langsam über Jahre und Jahrzehnte, ohne, dass der Mensch davon etwas bemerken würde. Erst wenn ca. über 80% (!) der Organfunktion verloren gegangen sind, werden Beschwerden (Symptome) empfunden, die dann den Patienten zum Arzt führen. Die „Reparaturmedizin“ beginnt...

Auch wenn wir uns gesund fühlen, muss unser Ziel sein diesen Status möglichst lange zu halten, um auch im Alter fit und leistungsfähig zu sein. Wir werden in unserer Gesellschaft zwar (statistisch gesehen) immer älter, aber die Frage ist mit welcher Lebensqualität! Wer schon einmal ein Pflegeheim von Innen gesehen hat, weiß was hier gemeint ist....

Rein volkswirtschaftlich gesehen, muss die Prävention gefördert werden, denn in naher Zukunft wird sonst jeder dritte (!) Deutsche an Typ – 2 - Diabetes               („Altersdiabetes“) mit all seinen Folgen erkranken. Das krankhafte Übergewicht (Adipositas) wird zur „Seuche des 21. Jahrhunderts“, so titelte die Zeitschrift „Der Spiegel“.

Was sind die Grundlagen der Prävention?

Ca. 80% unserer Gesundheit bestimmen wir selbst durch unsere Lebensführung! Nicht die „berühmten Gene“, sonder wir selbst haben es überwiegend in der Hand, ob sich bestimmte Krankheiten ausbilden.

Was kann der Einzelne konkret tun?

1.) Kein Nikotin

Wenn Sie Raucher sind, beenden Sie den Nikotinkonsum! Auf die Ausrede „Herr Doktor, wenn ich vom Rauchen etwas merke, dann höre ich bestimmt sofort auf“ antworte ich stets: „Wenn Sie vom Rauchen etwas merken, dann können Sie auch ruhig weiterrauchen!“ Die Bronchien, die Lunge oder die Blutgefäße sind dann bereits ausgeprägt geschädigt.
Trotzdem, es ist nie zu spät mit dem Rauchen aufzuhören! Wenn sie es alleine nicht schaffen, wir helfen Ihnen dabei!
 

Raucherlunge

Raucherlunge

2.) Ausreichend Bewegung

Der Mensch ist von seinen Erbanlagen immer noch wie ein Neandertaler. Dieser Urzeitmensch war auf seiner Nahrungssuche ca. 40 km täglich unterwegs, ohne sicher zu sein, auch etwas Essbares zu finden. Der heutige Mensch bewegt sich pro Tag ungefähr 400m, drei ausreichende Mahlzeiten sind dabei aber (mindestens) garantiert. Die hat z.B. zur Folge, dass das Cholesterin nicht abgebaut, sondern in den Arterien abgelagert wird. Herzinfarkt oder Schlaganfall treten auf.

Also bitte auf ausreichende Bewegung achten: Nicht jeder muss jetzt gleich zum Marathonläufer werden oder in ein Fitness – Studio gehen, aber regelmäßige Spaziergänge, Nordic - Walking, Jogging, Wandern, Fahrradfahren, Schwimmen, Fußball, Tennis, Golf  – für jede Altersstufe ist etwas dabei! Und wenn es nur eine U- Bahn –Station ist, die wir früher aussteigen oder wenn wir nicht immer den Lift benützen, sonder auch einmal Treppen zu Fuß gehen. Nur Mut! Wenn man einmal begonnen hat ist es einfacher, als man denkt!

Bewegung

3.) Mentale Techniken

Boris Becker hat einmal gesagt: „Ob gewonnen oder verloren entscheidet sich zwischen den Ohren!“ Hiermit will er uns sagen, dass Tennisprofis an der Weltspitze im Prinzip gleich gut sind. Wer aber z.B. den Tie – Break vor einem Millionenpublikum (und mit einem Millionen – Preisgeld) gewinnt, ist derjenige, der mental stärker ist.

Für uns heißt das, sich nicht nur mit negativen Gedanken befassen, sich auch einmal an schönen Dingen erfreuen, sich beizeiten Ruhe zu gönnen und sich selbst zu finden. „Mens sana in corpore sano“ (ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper) sagten schon die alten Lateiner. Schon seinerzeit war die Verknüpfung Geist – Körper offensichtlich bekannt...
 

Mental

4.) Die richtige Ernährung

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass z.B. die falsche Ernährung bei der Krebsentstehung den höchsten Risikofaktor  (noch vor Nikotin und Tabak) darstellt!

Weiter ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch den Verzehr von mindestens drei Portionen Obst und Gemüse pro Tag, das Schlaganfallrisiko um ca. 20% gesenkt werden kann!

Es ist bewiesen, desto mehr Obst und Gemüse wir essen, desto gesünder leben wir! Leider leben wir in den westlichen Industrienationen in einer Zeit , die als „Mangel im Überfluss“ bezeichnet werden könnte: Wir nehmen entschieden zu viel hochkalorische Speisen mit zu viel tierischem Fett und zu viel Zucker zu uns und deutlich zu wenig Obst und Gemüse. Dadurch haben wir einen Mangel an den darin enthaltenen Mikronähstoffen.
 

Ernaehrung

Die Ernährungspyramide, wie sie aussehen sollte: Die Basis ist dabei Obst und Gemüse! Nach unserem täglichen Essverhalten steht sie leider „auf dem Kopf“, denn wir essen viel zu viel tierische fettreiche Nahrungsmittel und unten an der Spitze ist dann der berühmte „Alibi - Apfel“,!

Dieser Mangel, die Fehlernährung und die sich daraus ergebenen Krankheiten sind bestens bekannt. Um die Bevölkerung anzuregen, mehr Obst und Gemüse zu essen, wurden weltweit Kampagnen gestartet, so z. B. in Deutschland die Aktion „5 am Tag“.
 

5amTag

Jeden Tag mindestens fünf Portionen verschiedenes Obst und Gemüse, quer durch den Gemüse- bzw. Obstgarten, vollreif geerntet, nicht chemisch behandelt, nicht lange gelagert und frisch verzehrt – das wäre das Optimum!  Aber wer kann das schon in der Hektik des Alltags umsetzen?  Es gibt aber eine Lösung für alle – sprechen Sie mit uns, wir beraten Sie gerne!