Impfungen

Achtung Weihnachtsurlaub 24.12.2018 – 04.01.2019!
 Vertretung Dr. Werner Stadtherr,
Leopoldstr. 102, 80802 München, Tel. 34 76 48

 

Impfungen
Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die uns in der Medizin zur Verfügung stehen. Es handelt sich hier um einen biologischen Schutz vor Erkrankungen. Die Impfungen werden bei uns nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin durchgeführt, einem Ausschuß von Ärzten mit besonderen Erfahrungen in der Behandlung von Infektionskrankheiten, der seine Empfehlungen nach sorgfältiger Risikoabwägung ausgespricht. 
Der Nutzen von Impfungen läßt sich beispielsweise mit der Ausrottung der Pocken zeigen, ein nur durch konsequente, weltweite Impfkampagnen möglich gewordener Erfolg. Auch die Masern und die Kinderlähmung (Poliomyelitis) könnten bei besserer Beteiligung der Bevölkerung an Impfmaßnahmen schon in wenigen Jahren weltweit eliminiert sein. Die schlechte Impfbeteiligung in Deutschland ist hierbei besonders beklagenswert. Die Masern wären z.B. in Nord- und Südamerika bereits ausgerottet, wenn sie nicht immer wieder durch Touristen und hierbei vor allem durch Deutsche eingeschleppt würden. 
Folgende Impfungen werden u.a. bei uns in der Praxis durchgeführt und in Ihrem Impfpaß vermerkt: 

Schweinegrippe (H1N1)
Die neue Grippe, auch Schweinegrippe genannt, ist nach dem derzeitigen Wissensstand eine relativ harmlose, aber hoch ansteckende Grippeerkrankung. Sie geht mit einem schlagartigen Beginn und Fieber über 38,6 Grad einher. Neben medizinischen Personal sollen vor allem Personen mit chronischen Krankheiten geimpft werden, da hier schwere und sogar tödliche Verlaufsformen möglich sind. Personen über 60 Jahre gehören, soweit sie sonst gesund sind, nicht zur Risikogruppe.
Entgegen anders lautenden Informationen ist der für die Allgemeinheit verfügbare Impfstoff gut verträglich und im Gegensatz zu dem Impfstoff, den Behörden und Politiker bekommen sollen, viel häufiger getestet worden.

Virusgrippe (Influenza)
Die "Grippeimpfung" schützt nicht vor einem einfachen grippalem Infekt oder einer Erkältung, sondern nur vor der echten Grippe (Influenza), die, wenn sie alle 1 bis 3 Jahre epidemisch auftritt, vor allem für ältere Menschen oder chronisch kranke Patienten (z.B. Diabetiker) eine schwere, eventuell lebensbedrohliche Infektion darstellen kann. Diese Impfung muß jährlich im Herbst durchgeführt werden, da jedes Jahr ein neuer Impfstoff mit den zu erwartenden Influenzaviren hergestellt wird.

Lungenentzündung
Diese Impfung schützt zuverlässig für 3 Jahre vor der häufigsten Form der bakteriellen Lungenentzündung (Pneumonie). Auch hier sind ältere Menschen und chronisch Kranke besonders gefährdet.

Diphtherie
Es handelt sich um eine gefährliche Halsentzündung. Besonders tückisch ist ein Gift der Diphtheriebakterien, über das Herz, Nerven und Nieren angegriffen werden. Gegen dieses Gift kommen Gegenmittel oft zu spät, die Sterblichkeit ist daher hoch. Derzeit kann die Diphtherie leicht aus Osteuropa eingeschleppt werden.

Keuchhusten 
An Keuchhusten stirbt etwa jedes zehntausendste erkrankte Kind. Ohne Impfung werden die Kinder dem Risiko von Hirnblutungen und schweren Lungenentzündungen ausgesetzt. 

Tetanus
Schon kleinste Wunden können zum Wundstarrkrampf führen, der für viele Erkrankte auch noch heute meist tödlich verläuft. 

HIB-Impfung
Schützt vor Infektionen mit dem Hämophilus influenzae Typ-B Bakterium. Eine Erkrankung ist vor allem für Kinder unter fünf Jahren sehr gefährlich, wobei Mittelohr-, Lungen- und Kehldeckelentzündungen mit Erstickungsgefahr, sowie eitrige Gehirnhautentzündungen auftreten können. 

Poliomyelitis 
Schützt gegen die Kinderlähmung, einer furchtbaren Krankheit, für die es auch heute noch keine Behandlung gibt. Jeder zehnte Erkrankte stirbt. Durch Ausfall ganzer Muskelgruppen bleiben viele Kranke zeitlebens behindert. 

Masern
Sind keineswegs harmlos. Es können Mittelohr- und Lungenentzündungen sowie Gehirnentzündungen auftreten, die bleibende Schäden verursachen. Eine Gehirnentzündung tritt bei jeder tausenden Erkrankung auf, mit Taubheit oder geistiger Behinderung als möglicher Folge. Die Krankheit ist außerdem äußerst ansteckend. 

Mumps
Stellt die häufigste nicht angeborene Ursache für die Ertaubung dar. Während einer Mumpserkrankung kann es zu einer Hirnhautentzündung, einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse und einer Entzündung der Hoden kommen. Letztere kann zu einer Zeugungsunfähigkeit führen. Nebenwirkungen dieser Impfung sind sehr selten. 

Röteln
Scheinen zwar harmlos zu sein, stellen aber in den ersten vier Monaten einer Schwangerschaft eine furchtbare Bedrohung für Augen, Ohren, Herz und Gehirn des ungeborenen Kindes dar. 

FSME
Diese Impfung schützt vor der durch Virus-befallene Zecken übertragenen Gehirnentzündung, für die es bis heute keine Behandlungsmöglichkeit gibt.

All diese Impfungen werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen bezahlt und in unserer Praxis jederzeit ohne Terminabsprache durchgeführt. Es ist wissenschaftlich belegt, daß jede (!) Impfung das Immunsystem stärkt, schwere Impfreaktionen sind äußerst selten.